Interview mit Kathrin
auch nach der nächsten Vorstandswahl weiterhin unsere weibliche Ansprechpartnerin für Prävention sexualisierter Gewalt (PsG)
Im Einsatz für Schutz, Vertrauen und ein sicheres Miteinander.
Frage: Du bist ehrenamtlich sehr engagiert – erzähl uns ein bisschen, was du alles zum Thema PsG alles machst!
Antwort: Durch meine Arbeit in der Traumapädagogik und mit Frauen nach sexualisierter Gewalt habe ich mich intensiv im Bereich Prävention sexualisierter Gewalt (PsG) weitergebildet – unter anderem an der Universität Ulm, beim BLSV und der Führungsakademie des DOSB.
Seit vier Jahren bin ich Frauenreferentin im Bayerischen Ringerverband, seit drei Jahren sogar für ganz Bayern zuständig.
Über den BRV habe ich bei TeamSportBayern die Ausbildung zur Demokratietrainerin absolviert und setze mich im Verband für die Umsetzung des DOSB-Stufenplans zur Prävention interpersonaler Gewalt ein.
Seit zwei Jahren bin ich außerdem Referentin beim bsj, wo ich Vereine und Sportfachverbände zu diesen Themen schule.
Frage: Wie kam es dazu, dass du eine Stabsstelle im Hauptverein für PsG übernommen hast?
Antwort: Das Thema liegt mir einfach sehr am Herzen. Ich habe im TV Feldkirchen angeregt, ein Schutzkonzept für unseren Verein zu entwickeln und umzusetzen.
Unser Ziel ist es, Orte zu schaffen, an denen Kinder und Jugendliche sicher trainieren können, wo wir eine Kultur des Hinsehens und Handelns leben.
Wir möchten gemeinsam unsere Werte stärken – und damit interpersonaler Gewalt den Boden entziehen. 💪
Frage: Welche Maßnahmen setzt wir aktuell zur Prävention sexualisierter Gewalt im Verein um?
Antwort:
✅ Jährliche Schulung aller neuen Betreuerinnen, Trainerinnen und Funktionär*innen
✅ Plakate in Umkleiden, um auf das Thema aufmerksam zu machen
✅ Bekannte Anlaufstellen, an die man sich jederzeit wenden kann
✅ Ehrenkodex und Verhaltensregeln, die von allen neuen Mitarbeitenden unterschrieben werden
✅ Erweitertes Führungszeugnis als Voraussetzung für jede Tätigkeit mit Kindern und Jugendlichen
Frage: Jörg Knierim unterstützt dich bei dieser Aufgabe. Was genau ist seine Rolle?
Antwort: Jörg ist der männliche Ansprechpartner in unserem Verein. Das Thema sexualisierte Gewalt ist sehr sensibel und kann für Betroffene mit vielen Hürden verbunden sein. Uns ist wichtig, dass sich alle – unabhängig vom Geschlecht – sicher und verstanden fühlen. Deshalb möchten wir sowohl eine weibliche als auch eine männliche Vertrauensperson anbieten. So können wir den Zugang erleichtern und mögliche Hemmschwellen abbauen.
Frage: Welche Vorhaben stehen in Zukunft an?
Antwort: Alle vier Jahre gibt es für alle Trainer und Betreuer einen Refresher-Kurs, um das Wissen aufzufrischen. Außerdem plane ich, künftig auch Workshops für Kinder und Jugendliche anzubieten – damit sie selbstbewusst und gut informiert sind.
Prävention beginnt mit Haltung – und die leben wir gemeinsam im Verein.
